Werten, Bewerten, Beurteilen, Verurteilen

Werten, Bewerten, Beurteilen, Verurteilen

Etwas „werten“, etwas „bewerten“, d.h. etwas nach den eigenen Werten einzuordnen.

Das bedeutet, wir haben Werte und wir legen diese eigenen Werte als Maßstab für unser eigenes Handeln und für unser eigenes Leben zugrunde. Das ist gut, wenn es für unser eigenes selbstverantwortliches Handeln ist, was wir hier bewerten.

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Rollen und Selbst

Rollen und Selbst

Jeder Mensch hat mehrere Rollen. Rollen sind z.B. Vater, Tochter, Mitarbeiter in dem Team …, Vorsitzender des Vereins …, Freund von …., etc.

Ein Mensch kann sich Rollen wünschen, aber gegeben bekommt er sie immer von Anderen. Er bekommt sie von außen gegeben, manchmal auch aufgedrückt. Aber ohne dass die Umwelt einem Menschen eine Rolle zuspricht, hat er diese nicht. Eine Rolle habe ich immer nur dann, wenn andere Menschen mir diese Rolle zuerkennen.

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Coaching Philosophie: Jeder Vorteil hat mindestens einen Nachteil

Jeder Vorteil hat mindestens einen Nachteil

Häufig wünschen wir uns etwas. Mehr Eigentum, mehr Geld, mehr Liebe, etc.

Aber sind wir uns bewusst, dass es in dieser Welte nichts umsonst gibt?

Sind wir uns bewusst, was wir uns genau wünschen?

Wenn etwas Neue entsteht ersetzt es etwas Altes. 

Das Besser ist der schlimmste Feind des Guten.

Wenn Du Dich für das Eine entscheidest, dann hast Du nicht mehr die Möglichkeit zu dem Anderen.

Jeder Vorteil hat mindestens einen Nachteil.

 

Philosophische Nichts für immer

Coaching Philosophie: Alles eine Frage der Einstellung?

Alles eine Frage der Einstellung?

Viele Menschen sind unglücklich mit ihrem Leben. Viele sind unzufrieden mit ihrer Arbeit. Frustriert in ihrer Karriere. Gelangweilt von ihrem Partner.

  • Ist es die äußere Situtation?
  • Liegt es daran, wie „die Umstände“ sind?
  • Wird es besser, wenn die Situation sich verändert?

Meistens nicht.

Wenn die Situation sich verändert, bringt auch diese Situation wieder neue Unzufriedenheiten.

Ausschlaggebend ist immer, wie wir die Situation bewerten.

Wenn wir in einem Stau feststecken, dann ärgern wir uns.

Warum?

Weil man sich nun mal ärgert, wenn man in einem Stau steckt und nicht weiter kommt.

 

So ist die Regel. Und das machen ja alle so.

Aber, hat das nicht auch Vorteile?

  • Jetzt ist endlich Zeit, um mal die CD zu hören, die schon seit Monaten im Handschuhfach auf dich wartet.
  • Jetzt kannst du in Ruhe überlegen, was du an Erfahrungen aus dem letzten Termin mitnehmen möchtest, oder was du an dem nächsten Termin tun möchtest.
  • Jetzt hast du endlich einmal die Zeit, dir die Landschaft anzuschauen, durch die du immer nur durchrast.
  • Jetzt kannst du dir die Verzweiflung der Menschen ansehen, die im Stau stehen und vor Wut in das Lenkrad beißen.

Du kannst die Zeit im Stau auch richtig genießen.

Letztendlich ist es immer deine Entscheidung, wie du dich fühlst.

Fazit: Deine Gedanke zu der Situation und was du aus der Situation machst, bestimmt wie du dich fühlst.

Die wichtigste Frage:

Womit geht es dir besser? Was macht dich glücklich?

Macht es dich glücklich dich über den Stau zu ärgern? Fühlst du dich wohl, wenn du dich ärgerst?

Manchmal fühlt man sich wohl, wenn man sich ärgert.

Und wenn du dich damit wohl fühlst und wenn du dich gut dabei fühlst, dass du dich darüber ärgerst, dann ärgere dich weiter.

Dann ist dieses Ärgern genau das, was dir zur Zeit nützt.

Wenn es dich nicht glücklich macht, dich zu ärgern, wenn es dir dabei selber nicht gut geht,

dann schaue, was sich aus dieser Situation machen lässt.

  • Deine Arbeit ist langweilig – aber sie gibt dir viel Zeit für deine Hobbies.
  • Deine Arbeit ist stressig – aber du lernst mit den verschiedenen Herausforderungen umzugehen.
  • Dein Kollege erzählt mal wieder langatmig von seiner letzten Radtour und du musst zuhören – das gibt dir Zeit darüber nachzudenken, was du heute abend kochen möchtest und dabei interessiert zu nicken.

Viele dieser kleinen Ärgernisse sind Chancen und bieten Möglichkeiten.

Es liegt an dir, sie zu nutzen.

Aus ihnen das zu machen, was dich glücklich macht.

Und mit den großen Sachen?

  • Du bist krank.
  • Du hast zu wenig Geld.
  • Dein Auto wurde kaputt gefahren.
  • Dein Job wurde gekündigt.

All diese Situationen sind auf den ersten Blick schrecklich.

Aber jede dieser Situationen bietet die Möglchkeit zu einer positiven Veränderung.

Sie bieten die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen und neue Wege in deinem Leben zu gehen.

Neue Herausforderungen zu finden.

Es ist immer deine Entscheidung, wie du dich in einer Situation fühlst.

Natürlich gelingt es nicht immer spontan zu steuern „wie man sich fühlt“.

Wenn wir unsere Gefühle in einer Situation ändern wollen, dann gelingt das am besten, wenn wir unsere Perspektive wechseln.

Ich muss immer zunächst einmal ein paar Perspektiven ausprobieren, kurz einmal andenken,

bis ich eine gefunden habe, die mir in dem Moment gefällt.

Coaching Philosophie Einstellung

Coaching Philosophie: Rationales Verstehen oder Erfahrung

 Rationales Verstehen oder Erfahrung

Rational, intellektuell neues Fachwissen gewinnen ist nur die eine Seite. Aber Rationales Verstehen ist nur eine Seite. 

Was ist wichtiger rationales Verstehen oder Erfahrung. Ich denke wir brauchen beides.

Rationales Verstehen gelingt uns meist schnell und es ist ein einfacher Prozess der in unserem Kopf stattfindet. Aber genau das ist nur der erste Schritt zum Erfahren.

Das ist genau das, was wir als Dozenten in den typischen Seminaren leisten. Vielleicht gibt es dazu eine Fallstudie, an der das Wissen einmal erprobt werden kann.

Selber etwas erfahren dauert wesentlich länger. Es bedeutet etwas nicht nur mit dem Verstand, sondern mit seinem ganzen Sein zu durchdringen. Intellektuell verstehen geht sehr schnell und ist einfach. Aber dieses Verstehen bleibt oberflächlich.

Wenn wir dann dieses Verstehen umsetzen sollen, dann scheitern wir an der Komplexität der Umwelt. Es ist halt nicht alles so wie in dem intellektuellen Modell.

Wir machen, dem Modell folgend, etwas, was so ähnlich aussieht, was sich so ähnlich anfühlt. Aber wir haben sehr häufig nicht verstanden, wie wir dieses abstrakte Modell in der Realität so variieren, dass sie auf die Umweltsituation angepasst wirklich funktionieren.

Zwischen dem „intellektuellen Wissen“ und dem „Erfahren haben“ und damit in „der Praxis anwenden können“, liegt immer ein Weg des Trial an Error – des Versuchs und Irrtums – bis zum Können und erfolgreich Nutzen können.

Wir verstehen und können etwas erfahren, wenn wir mit Parallelitäten arbeiten.

Beispiel:

– Konfliktmanagement ist wie Selbstverteidigung.

– Ein Team hat die gleichen Probleme in einem Projekt, wie in einem Excape Room.

– Ein agiles Zeit Management funktioniert so ähnlich, wie der Bau eines Gongs, wenn man das noch nie gemacht hat.

– …

Wichtig dabei ist die immer wieder kehrende Reflektion über die Zusammenhänge zwischen den gerade selber gemachten und dem erfahrenen und der Wahrnehmung des eigenen Denkens in Bezug auf die durchgeführte Tätigkeit in Bezug zur angewendeten Theorie.

Das geht am einfachsten mit der Unterstützung eines Coaches, der bei der Reflektion und dem Lernen aus der Reflektion unterstützt.

Rationale Verstehen oder Erfahrung
Coaching Philosophie: Love it, Change it, Take it, Leave it

Coaching Philosophie: Love it, Change it, Take it, Leave it

Love it, Take it, Change it, Leave it

Situationen sind etwas, was von außen gegeben ist.

Das kann eine Arbeitsstelle sein, eine Partnerschaft, das Wetter und vieles Andere.

Ein bewährtes Schema zum Umgang mit einer Situation liegt in der Formel:

Love it, take it, change it, leave it.

Zunächst einmal bewertest Du die Situation nach drei Kriterien.

Love it

Frage dich: Fühlst du dich in der Situation wohl? Geht es dir gut? Bist du mit der Situation zufrieden?

Wenn du diese Frage mit Ja beantwortest, dann ist alles ein Ordnung. Die Situation ist ideal und du solltest sie nicht verändern.

Tue alles dafür, dass die Situation so bleibt wie sie ist.

Take it

Wenn du dich in der Situation nicht wohl fühlst, sie für dich nicht ideal ist und du mit ihr nicht zufrieden bist, dann ist die nächste Frage angebracht:

  • Kannst du mit der Situation leben?
  • Geht es dir mit dieser Situation nicht wirklich schlecht?
  • Bedrückt dich diese Situation oder ist sie erträglich?
  • Gehört sie zu den üblichen kleineren Schwierigkeiten des Lebens, mit denen jeder Mensch halt zurecht kommen muss?
  • Sind sie einfach ein Bestandteil von dem, was zu deiner Partnerschaft, zu deinen Kindern oder zu deinem Partner dazu gehört?
  • Und liebst du den Rest?

Ist das der Fall, dann kannst du es ertragen, es hinnehmen ohne dich jedes Mal darüber zu ärgern.

Akzeptiere einfach, dass es ist, wie es ist und lebe damit.

Akzeptiere es als „normal“ und denke nicht dauern darüber nach.

Das Wetter ist, wie es ist. Der Stau ist, wie er ist. Der Kollege ist, wie er ist.

Kein Grund, sich selber aufzuregen.

Wenn du Dich trotzdem ärgerst – arbeite an deiner Einstellung.

Change it

Wenn du mit der Situation nicht leben kannst, dann kannst du versuchen sie zu ändern.

Am einfachsten ist es, soweit es sich um Sachen handelt, die dich nicht glücklich machen.

  • Ein Haus kannst du neu streichen.
  • Dein Auto kannst du reparieren oder dir ein neues kaufen.
  • Deinen Rasen kannst du mähen.

Auch noch recht einfach ist die Veränderung des eigenen Verhaltens.

  • Wenn du nach deinem Eindruck zu dick bist, iss weniger oder mach mehr Sport.
  • Wenn du einsam bist, dann rede mehr mit anderen Menschen oder gehe mehr raus.
  • Wenn du zu viel Stress hast, dann ändere deinen Umgang mit Anforderungen.

Am schwersten ist die Veränderung des Verhaltens von Anderen.

  • Wenn Du möchtest, das Dein Kollege Deine Arbeitsweise übernimmt, dann musst Du ihn zunächst einmal davon überzeugen, dass seine bisherige nicht gut war.
  • Wenn Du möchtest, dass Dein Partner den Müll heraus bringt, musst Du ihn davon überzeugen, dass es für ihn besser ist.
  • Wenn Du möchtest, dass Dein Chef Deine Arbeit mehr lobt (anerkennt), dann musst Du ihm zeigen, das sich das für ihn lohnt.

Bei allen Change it Situationen ist immer Dein eigenes Handeln gefragt. Nur in den wenigsten Situationen ergibt sich eine positve Verbesserung ohne Dein eigenes Tun.

Leave it

Und wenn du keine Möglichkeit hat – oder siehst, die Situation zu verändern?
Und wenn du mit der Situation „nicht leben kannst“?

Dann stellt sich die Frage:

  • Warum willst du weiter leiden?
  • Hat das Leiden selber für dich einen Sinn?
  • Oder ist dein Leiden zugunsten von einem anderen Menschen, dem du helfen möchtest, was dich glücklich macht?
    • Beantwortest du diese Frage mit Ja, dann verschiebt das die Situation zu einem „Love it“ oder „Take it“

Und wenn du diese Fragen nicht positiv beantworten kannst, dann macht es für dich keinen Sinn, in dieser Situation zu bleiben.

Suche einen Weg, um sie zu verlassen. Und diesen Ausweg aus einer Situation gibt es immer.

Dieses „Verlassen“ ist nicht immer angenehm – und häufig ist es eine Entscheidung zwischen zwei Situationen, die dir nicht angenehm sind.

Aber wenn du mit einer Situation nicht leben kannst, sie dich unglücklich macht und du sie nicht ändern kannst, dann gibt es nur diesen einen Weg.

Verlasse sie.

love it take it change it leave it

Coaching: Ziele und Ergebnisse

Coaching: Ziele und Ergebnisse

Ziele und Ergebnisse

“ Der Coach unterstützt den Coache dabei seine Ziele zu erreichen.“ Ist das hier beschrieben Vorgehen sinnvoll? Ich glaube es vereinfacht zu sehr.

Nehmen wir das Ziel „ich will mehr Geld verdienen“ – ein Ziel das sehr viele Menschen haben. Es ist leicht zu verstehen und jetzt brauchen wir nur noch nach Wegen suchen, die der Coache gehen kann um dieses Ziel zu erreichen und dann begleiten wir als Coach ihn auf diesem Prozess.

Im Business Coaching reicht ein solche einfach Zielvorgabe aus, damit wir eine Arbeitsgrundlage haben. Hier geht es darum schnelle Lösungen, für einfache Zielvorgaben zu finden. Auch die Fragestellungen sind zumeist eher Fach- und Arbeitsbezogen, entsprechend liegen die Lösungen eher in einen Weg, der pragmatisch ein Erreichen des Ziels erwarten lässt.

Im Personal Coaching stellt sich aber die Frage:

Müssen wir nicht zunächst einmal einen Schritt zurück gehen und dieses Ziel hinterfragen?

  • Was bezweckt der Klient mit diesem Ziel?
  • Warum möchte er mehr Geld verdienen?

Was ist das Ziel hinter dem Ziel? Was ist das wahre Ziel des Kunden?

Damit verändert sich das „einfache Coaching“ zu einer intensiven Auseinandersetzung des Coaches mit sich selber und mit seinen eigenen Wünschen und seinem eigenen Leben. Wir finden sehr schnell in eine Diskussion über Work-Life-Balance und die Werte und Glaubenssätze, die diesem „Ziel“ zugrunde liegen.

Damit kommen wir zur Substanz, die dem Kundenwunsch zugrunde liegt.

Für den Klienten entsteht hier ein besseres Bild von sich selber. Das zunächst einfache Ziel entwickelt sich zu einem mehrdimensional Selbstbild, als seiner Persönlichkeit, seinen Glaubenssätzen, individuellen Lebenszielen und Rollen, sowie der Menschen, die sein Leben beeinflussen.

Erst aus diesem komplexen Selbstbild des Klienten ist es ihm möglich sein „wirkliches Wollen“ zu entwickeln.

Diese individuellen Antworten finden ist ein Prozess

Der Coache wird zumeist nicht in der Lage sein diese Antworten ohne eine längere Auseinandersetzung mit sich selbst zu geben. Die Antworten basieren auf den persönlichen Erfahrungen und Werten eines Menschen.

Erfahrungen aus der Vergangenheit sind irgendwo im Gedächtnis eines Menschen. Die Erfahrung selber und die Interpretation der Erfahrung verändern sich in der Wahrnehmung jedes Menschen mit der Zeit. Die für den Klienten richten Erfahrungen und Interpretationen zu finden kann längerer, über vielen Stunden dauernder Prozess der Auseinandersetzung mit sich selber und der gemeinsamen Arbeit zwischen Coach und Coache sein. Es ist gut, wenn der Klient die Möglichkeit hat seinen eigenen Kopf über einige Zeit an den Fragen zu arbeiten.

Die spontanen Antworten, die der Coach vom Klienten erhält sind häufig „Schnellschüsse“, die am Ziel vorbei gehen. Die richtigen Antworten sind liegen meistens tiefer und sind komplexer.

Tue was Du willst – lautet das ganze Gesetz

gilt als einer der Leitsprüche von Aleister Crowley. Das klingt zunächst einmal sehr unmoralisch und danach alles zu tun, wonach „Einem in dem Moment ist“.

Das eigentliche Problem liegt in dem Satzteil:

„was Du willst“

Hier sind wir genau bei der oben bereits angeführten Fragestellung: Was ist der wahre Wille des Klienten. Was will er wirklich.

Zumeist entsteht dann ein Bündel von Zielen die für den Coache wesentlich wichtiger sind als das am Anfang genannte Ziel.

Ziele und Ergebnisse

Coaching Philosophie: Geteiltes Leid

Coaching Philosophie: Geteiltes Leid

Geteiltes Leid ist doppeltes Leid

Ein immer wieder gerne verwendeter Spruch: „Geteiltes Leid, ist halbes Leid“.

  • Dieser Annahme folgend erzählt dann ein Mensch seinem guten Freund von seiner Krankheit.
  • Dieser Freund empfindet Mitleid und bedauert ihn wegen dessen Krankheit. Er macht sich Sorgen um ihn. Und vieles andere mehr.

Geht es deswegen dem einen Menschen besser?

Eher nicht. Er ist immer noch krank und gesünder wird er auch nicht, weil er es seinem guten Freund erzählt hat.

Dafür geht es seinem guten Freund emotional schlechter.

Das Leid des Einen ist zum Leid des Anderen geworden.

Wir können sagen: Das Leid war ansteckend.

Sollte ein Mensch also mit seinen Lieben alles Leid teilen?

Wenn er sie liebt wohl eher nicht.

Ist es gegenüber den Menschen, die man liebt nicht wesentlich fairer, wenn wir nicht all das teilen und damit verteilen, an dem sie sowieso nichts ändern können?

Müssen wir sie wirklich mit allem belasten, was uns belastet?

Oder schaden wir den Menschen, mit denen wir unser Leid teilen, weil wir sie zum Teil unseres eigenen Leidens machen?

Geteiltes Leid